
|
|
Luxemburg – modern, weltoffen und lebendig – ist eine Stadt mit menschlichem Antlitz. Die Spuren der Vergangenheit verschmelzen mit der aktiven Gegenwart. Diese gekonnte Mischung ist Bestandteil der luxemburgischen Identität: ein geschichtsträchtiger Treffpunkt der Kulturen.
Früher war diese Stadt einmal eine eindrucksvolle Festung, die von einem französischen Schriftsteller im beginnenden 19. Jahrhundert mal mit Gibraltar verglichen wurde, welches damals den Ruf einer uneinnehmbaren Feste hatte. Die Festung Luxemburg galt wegen seiner strategischen Lage zwischen dem Königreich Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich seit dem 16. Jahrhundert bis zu seiner Schleifung im Jahre 1867 als einer der wichtigsten festen Plätze Europas.

Bei den Übergängen von einer europäischen Großmacht zur nächsten (die Kaiser des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation, das Haus Burgund, die Habsburger, die spanischen und französischen Könige und schließlich die Preußen) wurden die Befestigungen der Stadt Luxemburg immer wieder erweitert und verstärkt. Die größten Baumeister aus allen Teilen Europas – wie beispielsweise Vauban – haben hier ihre Spuren hinterlassen. Heute vermittelt die Festung Luxemburg diese gemeinsame europäische Vergangenheit.
|
|

"Eine Darstellung der Menschheit, ein Plädoyer für die Menschheit".
Edward Steichen wurde 1879 in Bivange/Luxemburg geboren. Im Alter von zwei Jahren wanderte er mit seinen Eltern in die Vereinigten Staaten aus. 1895 machte er seine ersten Fotoaufnahmen und erkennt die vielen Möglichkeiten der Fotografie. Ab nun beginnt seine Fotografenkarriere, durch die er bald als Starfotograf für Zeitschriften wie "Vanity Fair" und "Vogue" und als Porträtist zahlreicher Persönlichkeiten weltweit bekannt wird. Während des Zweiten Weltkrieges leitete er die fotografische Abteilung der US-Marine und setzte nach Kriegsende seine Karriere als Werbe- und Theaterfotograf fort.
Als Direktor der Abteilung für Fotografie des Museums für moderne Kunst von New York (MOMA) verwirktlichte er im Alter von 70 Jahren sein grösstes Projekt, die Ausstellung "The Family of Man". Darstellung der ganzen Menschheit über alle nationalen, religiösen und ideologischen Grenzen hinweg, zeig diese Austellung das Leben von allen Seiten. Die Menschheit wird durch 37 Themen, wie die Geburt, die Familie, die Erziehung, der Krieg und der Tod dargestellt.
Von über zwei Millionen Fotos wurden nur 503 endgültig in die Ausstellung aufgenommen. Hierbei handelt es sich um Fotos aus 68 verschiedenen Ländern, die sowohl die Werke von weltbekannten Fotografen als auch von Unbekannten sind. Seit der Premiere im Jahre 1955 in New York übertrifft die Besucherzahl von "The Family of Man" sämtliche Rekorde. Die Ausstellung war in sechs Versionen in 69 Ländern zu besichtigen und zog im ganzen mehr als neun Millionen Besucher an. 1966 beantragt Edward Steichen bei den amerikanischen Verantwortlichen die definitive Einrichtung der "Family of Man" in Luxemburg.